Asylkrise

Gewalttaten durch Einwanderer gestiegen

HANNOVER. Seit 2014 ist es zu einem deutlichen Anstieg von Gewalttaten durch Einwanderer gekommen. Dies geht aus einer vom Familienministerium in Auftrag gegebenen Studie der Kriminologen Christian Pfeiffer, Dirk Baier, und Sören Kliem hervor.

Als Fallbeispiel wählten die Wissenschaftler das Bundesland Niedersachsen, unter Bezugnahme auf Personen, die entweder Asyl beantragt haben, asylberechtigt sind, als Schutzsuchende abgelehnt wurden oder zur Gruppe mit „unerlaubtem Aufenthalt“ zählen. Da Niedersachsen ziemlich genau dem Bundesdurchschnitt entspräche, könnten die Grunderkenntnisse auch auf den Bund übertragen werden, betonte Pfeiffer im Deutschlandfunk.

Fast jede achte Gewalttat begeht ein Zuwanderer

Laut der Studie ist die allgemeine Gewaltkriminalität zwischen den Jahren 2007 und 2014 kontinuierlich um 21,9 Prozent zurückgegangen. Für die Jahre 2014 und 2015 verzeichnet die Statistik jedoch eine Zunahme der Straftaten um rund zehn Prozent. Die Analyse zeige, daß der Anstieg zu 92,1 Prozent Einwanderern zuzurechnen ist, heißt es in dem Bericht. Die Forscher kommen zum Ergebnis: Fast jede achte Gewalttat wird von einem Asylbewerber begangen.

„Zu knapp der Hälfte kann dies damit erklärt werden, daß sich die Zahl der in Niedersachsen registrierten Flüchtlinge zwischen 2014 und 2016 mehr als verdoppelt hat“, konstatieren die Wissenschaftler. Dies könne allerdings nur eine Teilantwort geben, denn die Zahl der Tatverdächtigen unter ihnen ist fast um das Dreieinhalbfache gewachsen.

Neben den schlechten Aufenthaltsperspektiven machen Pfeiffer, Baier und Kliem auch den hohen Anteil von Männern unter 30 Jahren innerhalb dieser Personengruppe für die hohe Gewaltquote verantwortlich. Diese falle stets durch besonders viele Gewalt- und Sexualstraftaten auf, unabhängig von Land oder Herkunft.

Kriegsflüchtlinge sind weniger kriminell als Nordafrikaner

Auch der Aufenthaltsstatus ist laut der Studie ausschlaggebend für das Begehen von Straftaten. „Wer als Kriegsflüchtling kommt oder aus anderen Gründen für sich gute Chancen sieht, in Deutschland bleiben zu dürfen, wird bemüht sein, diese Aussichten nicht durch Straftaten zu gefährden.” Aus diesem Grund weisen Flüchtlinge aus Syrien, Irak und Afghanistan eine geringere Gewaltquote auf als Menschen aus Algerien, Tunesien und Marokko. Die Nordafrikaner stellten 2016 nur 0,9 Prozent der in Niedersachsen registrierten Asylbewerber, aber 17,1 Prozent der Tatverdächtigen.

Die Kriminologen vermuten weiterhin, daß die Gewalt mit der Machokultur in den Heimatländern vieler Einwanderer zusammenhängt. Dies habe sich in früheren Befragungen insbesondere bei Jugendlichen aus dem ehemaligen Jugoslawien, der Türkei und weiteren moslemischen Ländern gezeigt. Sie stimmten besonders häufig Aussagen zu wie: „Ein Mann, der nicht bereit ist, sich gegen Beleidigungen mit Gewalt zu wehren, ist ein Schwächling.“ (ha)

Razzia in einer Asylbewerberunterkunft: Gewalt steigt an Foto: dpa

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