Staatsanwaltschaft

Fall Susanna F.: Ali Bashar soll weiteres Kind vergewaltigt haben

WIESBADEN. Der mutmaßliche Mörder von Susanna F. aus Mainz, Ali Bashar, soll ein weiteres Kind vergewaltigt haben. Es habe sich der Verdacht erhärtet, daß der abgelehnte Asylbewerber im März ein elf Jahre altes deutsches Mädchen in einer Asylunterkunft in Wiesbaden vergewaltigte, teilte die Wiesbadener Staatsanwaltschaft am Dienstag mit.

Darüber hinaus sei Bashar dringend tatverdächtig, sich zwei Monate später erneut an dem Mädchen vergangen zu haben. Daran beteiligt gewesen ist nach Ansicht der Ermittler auch ein mittlerweile 14 Jahre alter Afghane, gegen den am Montag Haftbefehl erlassen worden ist.

Laut Bild-Zeitung soll Bashar die Tat im März zusammen mit seinem jüngeren, noch nicht strafmündigen Bruder und dem 14jährigen begangen haben. Bei letzterem soll es sich um den Zeugen und Hinweisgeber im Fall Susanna F. handeln. Das 14 Jahre alte Mädchen war am 3. Juni nahe Wiesbaden tot aufgefunden worden. Zuvor war sie vergewaltigt und erdrosselt worden.

Nach der Flucht in sein Heimatland gestand er den Mord, bestritt aber die Vergewaltigung der Schülerin. Das Alter des Verdächtigen ist bislang nicht eindeutig geklärt. Überdies sorgte die Auslieferung Bashars durch die kurdische Regionalregierung für diplomatische Spannungen mit der irakischen Regierung in Bagdad. (ls)

Ali Basar / Gedenkstätte für Susanna F. Foto: picture alliance/Boris Roessler/dpa / Polizei Wiesbaden / JF-Montage

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