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Dresden: Gestörtes Gedenken

Der 13. Februar 2018 in der sächsischen Landeshauptstadt. Dresden gedenkt der Zerstörung der Altstadt durch alliierte Luftangriffe vom Februar 1945. Allerdings: Die Zahl der Teilnehmer an den Gedenkveranstaltungen ist deutlich niedriger als früher.

Der negative Höhepunkt ereignet sich am Abend auf dem Altmarkt: Einige hundert linke Demonstranten versammeln sich, um eine als „stilles Gedenken“ geplante Veranstaltung der AfD zu stören. Das gelingt auch für eine kurze Zeit, als sich Anhänger der linksextremen Antifa in die AfD-Veranstaltung mischen. Sprechchöre, Anfeindungen, Rangeleien – die Polizei muß einschreiten und drängt die Linken zu ihrem Kundgebungsort zurück.

Keine Parteipolitik auf dem Rücken der Opfer

Für Siegbert Droese, Bundestagsabgeordneter und stellvertretender Landesvorsitzender der AfD-Sachsen, ein mehr als unangemessenes Verhalten. „Daß jetzt hier auf dem Rücken der Opfer Parteipolitik gemacht wird, ist etwas, das uns absolut fern liegt“, erläutert der AfD-Politiker gegenüber JF-TV.

Nach dem Errichten einer Fahrzeugbarrikade durch die Polizei kann die AfD ihre Gedenkfeier ungestört abhalten. In seiner Rede fordert Droese, endlich eine angemessene Gedenkstätte für die Opfer der Bombennacht von 1945 zu errichten. Daß es eine solche bis heute nicht gebe, müsse „dringend geändert werden“, unterstreicht Droese gegenüber JF-TV.

Linke Demonstranten versuchen, das Gedenken der AfD an die Bombenopfer von Dresden zu stören Foto: JF-TV

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