Asylbewerber
Asylbewerber demonstrieren vor einer Einrichtung für abgelehnte Asylbewerber im niederbayerischen Deggendorf Foto: picture alliance/ dpa
Eurostat-Zahlen

Die meisten Asylbewerber kommen nach Deutschland

LUXEMBURG. Deutschland bleibt weiterhin Hauptzielland für Asylbewerber. Fast jeder dritte Antrag (30,5 Prozent) in der EU wurde 2017 laut aktuellen Zahlen des EU-Statistikamts Eurostat in Deutschland gestellt, berichten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Damit ist das Land mit 198.000 Anträgen an der Spitze vor Italien (126.000), Frankreich (91.000) und Griechenland (57.000). 2016 waren noch fast 60 Prozent aller Asylanträge in der EU auf Deutschland entfallen.

Kaum Anträge in Osteuropa

Nur wenige Einwanderer verschlägt es hingegen in osteuropäische Staaten. Die Slowakei zählte 150, Estland 180 und Lettland 355 Erstanträge. In Ungarn suchten 2.300 Personen um Asyl, in Polen rund 3.000.

Im Vergleich zu 2016 ging die Gesamtzahl der Anträge in der Europäischen Union im vergangenen Jahr um fast die Hälfte zurück. 2017 stellten knapp 650.000 Personen einen Asylantrag. 2016 waren es noch rund 1,2 Millionen gewesen. (tb)

Asylbewerber demonstrieren vor einer Einrichtung für abgelehnte Asylbewerber im niederbayerischen Deggendorf Foto: picture alliance/ dpa

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