Video sorgt für Empörung

Ausländer attackieren Polizisten in Plauen

PLAUEN. Nach der Attacke auf zwei Polizisten in Plauen ermittelt die Polizei gegen die drei mutmaßlichen Haupttäter. Den 38, 21 und 16 Jahre alten, polizeibekannten Männern aus Mazedonien, Libyen sowie Kroatien werden Angriff auf Vollstreckungsbeamte, gefährliche Körperverletzung und Beleidigung vorgeworfen.

Sie hatten am vergangenen Donnerstag einen Polizeieinsatz auf dem Postplatz in Plauen massiv gestört. Ein am Sonntag in den sozialen Netzwerken aufgetauchtes Video des Vorfalls hatte für Empörung sowie Forderungen nach einem härteren Durchgreifen der Polizei gesorgt.

Auslöser war die Festnahme eines 23 Jahre alten Libyers. Dieser war trotz Vorladung nicht vor dem Amtsgericht Plauen erschienen, wo er sich wegen versuchter sexueller Nötigung verantworten sollte. Zwei Polizisten fuhren deshalb zum Postplatz, wo sie den Mann vermuteten und auch vorfanden.

Polizei will Fall zu Schulungszwecken auswerten

Nachdem sie ihn in den Streifenwagen gebracht hatten, begann der 38 Jahre alte Mazedonier zu protestieren und die Polizisten mit seinem Handy zu filmen. Als einer der Beamten ihn daran hindern wollte, flippte der Mazedonier aus und ging auf ihn los. Auch der 21jährige Libyer und sein kroatischer Komplize griffen die Polizisten an. Diese wurden dabei leicht verletzt und mußten sich unter dem Einsatz von Pfefferspray zur Wehr setzen.

Zwischenzeitlich konnte der festgenommene 23 Jahre alte Libyer aus dem Streifenwagen entkommen. Durch die Unterstützung weiterer Polizisten gelang es schließlich, die Situation unter Kontrolle zu bringen und den mutmaßlichen Sextäter wieder festzunehmen. Er wurde im Anschluß zum Gericht gebracht, wo Haftbefehl gegen ihn erlassen wurde. Seitdem befindet er sich Untersuchungshaft.

Der Sprecher der Polizei Plauen, Oliver Wurdak, bezeichnete das Geschehen auf Nachfrage der JUNGEN FREIHEIT als „Ausnahmefall“. Daß Angeklagte nicht vor Gericht erschienen und deshalb von der Polizei abgeholt werden müßten, sei nichts Besonderes und Dienstalltag. Daß die Beamten dabei aber so massiv von mehreren Beteiligten angegriffen würden, sei die absolute Ausnahme. Dennoch werde man den Einsatz nun auswerten, um Polizisten in Zukunft besser auf solche Situationen vorzubereiten. (krk)

Szenen aus dem Video des Polizeieinsatzes in Plauen: Fotos: Twitter

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