„Ehe für alle“

Schwules Paar adoptiert erstmals Kind

BERLIN. Erstmals hat ein gleichgeschlechtliches Paar in Deutschland ein Kind adoptiert. Wenige Tage nach Inkrafttreten des Gesetzes zur „Ehe für alle“ stimmte das Berliner Familiengericht Tempelhof-Kreuzberg dem Antrag des Ehepaars zu, teilte der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg am Dienstag mit. Nach dessen Angaben soll es auch deutschlandweit die erste gemeinschaftliche Adoption durch ein homosexuelles Paar sein.

Michael und Kai Korok hatten laut dem Verband am 2. Oktober 2017 ihre Eingetragene Lebenspartnerschaft im Berliner Standesamt Marzahn-Hellersdorf in eine Ehe umwandeln lassen. Die Ehe-Urkunde reichten sie beim Familiengericht ein, das nun der gemeinsamen Adoption von Maximilian zustimmte. Das Kind lebt gemeinsam mit weiteren Pflegekindern seit seiner Geburt bei den Koroks.

Beide Männer hatten in der Zeit vor dem neuen Gesetz eine Klage vor dem Bundesverfassungsgericht erwogen, um die Adoption zu erreichen. „Jetzt sind wir natürlich sehr froh, daß wir uns diesen Umstand ersparen können“, sagte Michael Korok dem Tagesspiegel.

Am 1. Oktober 2017 war das Gesetz zur „Ehe für alle“ wirksam geworden. Schwule und Lesben haben nun die gleichen Rechte wie heterosexuelle Paare. Dazu gehört auch die Adoption von Kindern. (ha)

Michael und Kai Korok mit Pflegetochter Jana: Ehe für alle ermöglicht Adoption Foto: dpa

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