Markus Krall Freiheit oder Untergang
Schwesig Sellering
Manuela Schwesig und Erwin Sellering Foto: picture alliance/dpa

Personalrochade
 

Schwesig folgt Sellering als Ministerpräsidentin

SCHWERIN. In der SPD dreht sich nach dem krankheitsbedingten Ausscheiden von Ministerpräsident Erwin Sellering das Personalkarussell. Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig soll als Landesmutter nach Mecklenburg-Vorpommern wechseln. Sie wird dort auch Sellering als SPD-Chefin nachfolgen.

Schwesig gehört bereits dem Landesvorstand der SPD-Mecklenburg-Vorpommern an und war von 2008 bis zu ihrem Wechsel in die Bundespolitik 2013 Sozialministerin unter Sellering. Sellering hatte am Dienstag seinen Rücktritt von beiden Ämtern aus gesundheitlichen Gründen bekannt gegeben. Bei ihm sei vor kurzem eine Lymphknoten-Krebserkrankung diagnostiziert worden.

Empörung über Julia Klöckner

Neue Bundesfamilienministern soll die bisherige SPD-Generalsekretärin Katarina Barley werden. Ihren Posten wird Bundestagsfraktions-Vize Hubertus Heil übernehmen. Heil war bereits von 2005 bis 2009 Generalsekretär.

Für Empörung in den Reihen der SPD sorgte die CDU-Politikerin Julia Klöckner am Dienstag mit einer Äußerung auf Twitter. Dort fragte sie, ob sich SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz mit einem neuen Generalsekretär mehr Chancen ausrechne. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Lars Klingbeil verurteilte die Aussage als „absolut pietätlos“. Die SPD hätte sich gewünscht, Sellering wäre nicht an Krebs erkrankt.

SPD-Vize Ralf Stegner twitterte: „Wenn der Anstand völlig abhanden gekommen ist, macht man solche Kommentare wie Frau Klöckner.“ Lob fand Stegner dagegen für Schulz. Dieser habe unter schwierigen Umständen schnell Handlungsfähigkeit bewiesen und „exzellente Personalvorschläge“ gemacht. (krk)

Manuela Schwesig und Erwin Sellering Foto: picture alliance/dpa
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