Joachim Kuhs
Korte
Der Parlamentarische Geschäftsführer der Linksfraktion im Bundestag, Jan Korte Foto: picture alliance/dpa

Bundestag
 

Linken-Politiker will AfD-Kollegen nicht die Hand geben

BERLIN. Die Linkspartei hat sich gegen den Vorwurf verwahrt, inhaltliche Schnittmengen mit der AfD zu haben. „Wir gehören nicht in die AfD-Ecke“, sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der Linksfraktion im Bundestag, Jan Korte, der taz.

Zuvor hatte der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD im Bundestag, Carsten Schneider, der Linkspartei inhaltliche Überschneidungen mit der AfD bescheinigt. „Etwa im Antiamerikanismus oder bei der Reduzierung deutschen Engagements im Ausland. Auch bei Sahra Wagenknechts sozialnationalistischen Ideen gibt es Ähnlichkeiten zur AfD“, sagte er der Zeitung.

„Das ist verleumderisch“

Dem widersprach Korte energisch. Seine Partei sei nicht antiamerikanisch, versicherte er. „Sahra Wagenknecht macht keine sozialnationalistische Politik. Das ist verleumderisch. Konkret: Wir sind gegen die Sanktionen gegen Russland und werben für eine Verständigung mit Russland.“

Die AfD sei pro Putin, weil sie „autoritäres Mackertum“ gut fände, erläuterte der Linken-Politiker. „Ich werbe für eine Verständigung mit Rußland aus Antifaschismus, wegen des Vernichtungskriegs der Wehrmacht, während Gauland auf die Leistung der Wehrmachtsoldaten stolz ist. Das sind völlig unterschiedliche Gründe.“ Die Linke sei internationalistisch, die AfD nationalistisch.

Im übrigen sei sein persönlicher Grundsatz: „Ich bin zur AfD so unfreundlich, wie es die Geschäftsordnung des Bundestags zuläßt.“ AfD-Politikern gebe er zum Beispiel nur die Hand, wenn es sich nicht vermeiden lasse. (krk)

Der Parlamentarische Geschäftsführer der Linksfraktion im Bundestag, Jan Korte Foto: picture alliance/dpa
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