Barbara Hendricks (SPD)
Barbara Hendricks (SPD): Deutschland steht betroffenen Ländern bei Foto: dpa
Klimakonferenz

Bundesregierung zahlt Entwicklungsländern weitere 100 Millionen Euro

BONN. Die Bundesregierung hat zum Auftakt der UN-Klimakonferenz in Bonn Entwicklungsländern zusätzlich 100 Millionen Euro für die Bewältigung der Erderwärmung zugesagt. Laut dem Bundesumweltministerium soll die Hälfte davon in den internationalen Klima-Anpassungsfond fließen und weitere 50 Millionen in einen Fonds zur Unterstützung besonders armer Länder.

„Wir senden damit ein klares Signal: Deutschland steht den Menschen und den Ländern, die besonders vom Klimawandel betroffen sind, solidarisch bei“, sagte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD). Deutschland sei mit bisher insgesamt 240 Millionen Euro der größte bilaterale Geber des Anpassungsfonds. „Unser Ziel ist, ihn zu einem festen Bestandteil der Finanzarchitektur unter dem Pariser Abkommen zu machen.“

Vor allem Arme litten unter Klimawandel

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) rechtfertigte die Zahlungen mit den Folgen des Klimawandels. „Die Entwicklungsländer haben selber am wenigsten zum Klimawandel beigetragen, tragen aber die Hauptlast. Die fortschreitende Erderwärmung gefährdet bisherige Entwicklungserfolge und wird für diese Menschen zur Überlebensfrage. Mit unserem Beitrag unterstützen wir gezielt die Ärmsten der Armen.“

Die Klimakonferenz war am Montag vormittag in Bonn – dem Sitz des UN-Klimasekretariats – eröffnet worden. Bis zum 17. November verhandeln Vertreter von mehr als 190 Staaten über die konkrete Umsetzung des Pariser Klimaabkommens. Eigentlich wären die Fidschi-Inseln das Gastgeberland der Konferenz. Da die Pazifikinseln die bis zu 25.000 Teilnehmer aber nicht beherbergen können, findet das Treffen in Deutschland statt. (ls)

Barbara Hendricks (SPD): Deutschland steht betroffenen Ländern bei Foto: dpa

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