Führerscheinentzug

Antifa-Pfarrer König soll beinahe Polizisten überfahren haben

JENA. Der Jenaer Pfarrer Lothar König muß sich erneut vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft Gera wirft dem Stadtjugendpfarrer vor, mit seinem Lautsprecherwagen 2016 fast einen Polizisten überfahren zu haben. Deswegen sei sein Führerschein beschlagnahmt worden, bis die Vorwürfe geklärt seien, sagte ein Polizeisprecher inSüdthüringen.de.

König weist die Vorwürfe zurück. Er sei im August vergangenen Jahres mit seinem Lautsprecherwagen auf einer Demonstration gegen eine Neonazi-Kundgebung gewesen. Dort habe eine „unübersichtliche Verkehrslage“ gegeben, schreibt das Nachrichtenportal. Plötzlich sei ein Polizist auf die Straße gelaufen, woraufhin sein Fahrzeug und er von zahlreichen sächsischen Polizisten umringt worden seien.

König erhielt Unterstützung von „Roter Hilfe“

Lediglich durch das Eingreifen von Beamten aus Jena habe er wieder in die Stadtmitte zurückfahren können. Dem Bericht zufolge erfuhr er einen Tag später, daß der Polizist auf der Straße sich nur mit einem Sprung zur Seite habe retten können.

König war 2013 deutschlandweit bekannt geworden, als ihm die Staatsanwaltschaft vorgeworfen hatte, 2011 während linksextremer Proteste gegen eine NPD-nahe Demonstration zu Gewalt gegen Polizisten aufgerufen zu haben. Das Verfahren war später gegen die Zahlung einer Geldauflage eingestellt worden.

Laut der von ihm geleiteten „Jugendgruppe“ erhielt der Pfarrer damals auch Unterstützung der linksextremen „Roten Hilfe“. Die vom Verfassungsschutz beobachtete Gruppe setzt sich für linksextreme Angeklagte ein, sofern diese nicht mit den Behörden kooperieren.

Königs Tochter Katharina König-Preuss sitzt für die Linkspartei im Thüringer Landtag. In einem Interview mit der Schweizer Wochenzeitung sagte sie, sie halte Gewalt gegen Neonazis für legitim. Journalisten rät sie, der selbsternannten Antifa zu trauen, da niemand besser Bescheid wisse, als die Linksextremen. Ihr Landtagsmandat nutze König-Preuss unter anderem, „um kontinuierlich neonazistische Strukturen und Namen von aktiven Neonazis offenzulegen“. (ls)

Lothar König: Weist die Vorwürfe zurück Foto: dpa

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