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Hans-Werner Sinn
Hans-Werner Sinn: Kritik an der Energiepolitik der Bundesregierung Foto (Archivbild): dpa

„Schreckliche Perspektive“
 

Hans-Werner Sinn rechnet mit deutscher Türkeipolitik ab

BERLIN. Der Leiter des Ifo-Institutes für Wirtschaftsforschung, Hans-Werner Sinn, hat die Asylpolitik der Bundesregierung mit scharfen Worten verurteilt. Die Hoffnung von Bundeskanzlerin Angela Merkel, die Türkei werde für Deutschland das Flüchtlingsproblem erledigen, sei gefährlich. „Die Kanzlerin setzt auf die Türkei. Das soll sie mal probieren!“, warnte der Ökonom am Dienstag in München.

„Wenn man den Türken den Schlüssel in die Hand gibt für die Tür nach Deutschland, dann macht man sich abhängig von der Türkei“, berichtet die Welt von der Veranstaltung. „Immer wenn Deutschland nicht artig ist, lassen die Türken ein paar Flüchtlinge durch. Was für eine schreckliche Perspektive“, zeigt sich Sinn empört. „Das ist keine überzeugende Politik.“

Griechenland ein „Failed state“

Auch Merkels Hoffnung, Griechenland könne die Grenzen für Flüchtlinge schließen, sei illusorisch. „Machen Sie mal tausend Inseln dicht.“ Das sei schon rein physisch unmöglich. Zudem sei Griechenland ein „Failed state“. Das Land sei außerstande, den Schengenraum effektiv zu sichern. „Das funktioniert nicht“, betonte Sinn.

Stattdessen sei es nötig, innerhalb des Schengenraumes wieder stärker zu kontrollieren, vor allem an der slowenisch-ungarischen Grenze. Dort und in Italien könnten Transitlager eingerichtet werden, in denen überprüft wird, ob ein Einwanderer asylberechtigt ist. Von hier sollten Asylberechtige nach einem Quotensystem auf die Schengenländer verteilt werden. (FA)

Hans-Werner Sinn: Kritik an der Energiepolitik der Bundesregierung Foto (Archivbild): dpa
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