Gauland (l) und Höcke
Gauland (l) und Höcke: Gegen Neuwahl des Bundesvorstands Foto: picture alliance/dpa
Parteikonvent

Führungsstreit: Gauland gegen AfD-Sonderparteitag

BERLIN. Der stellvertretende AfD-Vorsitzende Alexander Gauland hat sich gegen einen Sonderparteitag zum Führungsstreit in der Partei ausgesprochen. „Wir stehen vor einem Bundestagswahlkampf – da kämpft man gegen oder mit anderen Parteien“, sagte er der Nachrichtenagentur dpa. Ein parteiinterner Wahlkampf dagegen nütze niemandem.

Hintergrund ist ein für Sonntag geplantes Treffen des Parteikonvents, der aus 55 Delegierten aus den Landesverbänden und dem Bundesvorstand besteht und über eine Neuwahl des Bundesvorstands abstimmen soll. Dabei geht es um den durch die Spaltung der AfD-Fraktion in Baden-Württemberg angefeuerten Streit zwischen Parteichefin Frauke Petry und großen Teilen des Bundesvorstands, die eine alleinige Spitzenkandidatur Petrys zur Bundestagswahl verhindern wollen.

Höcke schaltet sich ein

Bereits am Mittwoch hatte Thüringens AfD-Chef Björn Höcke vor einem neuen Sonderparteitag gewarnt: „Informelle Umfragen zeigen, daß die Parteibasis einem solchen Ansinnen überwiegend ablehnend gegenübersteht. Das Ergebnis dieser Umfragen deckt sich zudem mit meinen Beobachtungen. Für diese ablehnende Haltung gibt es viele gute Gründe.“

Eine Neuwahl löse keine Konflikte, sondern koste lediglich „Hunderttausende Euro und vernichtet für die unwürdige und elende Mehrheitsbeschaffungsarbeit unbezahlbare Lebens- und Arbeitszeit, die wir besser in den politischen Kampf um unser sterbenskrankes Vaterland investieren sollten“, schrieb Höcke auf der Seite des „Flügels“. An die Konventsdelegierten appellierte er, gegen einen neuen Bundesparteitag zu stimmen. (ho)

Gauland (l) und Höcke: Gegen Neuwahl des Bundesvorstands Foto: picture alliance/dpa

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