Pegida-Demonstration
Pegida-Demonstration: Vier Verletzte in Leipzig Foto: dpa

Trotz Kritik von Bundesregierung
 

Wieder Tausende bei Pegida

DRESDEN. In Dresden sind am Montag erneut Tausende Anhänger des Pegida-Bündnisses gegen die derzeitige Asylpolitik auf die Straße gegangen. Nach Angaben der linken Studentengruppe „Durchgezählt“ nahmen mindestens zehntausend Menschen an der Kundgebung teil.

Pegida veröffentlichte auf ihrer Facebook-Seite keine Schätzung. Auch die Polizei gibt seit Monaten keine eigenen Zahlen mehr an die Öffentlichkeit. Initiator Lutz Bachmann warf der Politik vor, die Teilnehmer einschüchtern zu wollen. „Die hinter uns liegende Woche war wieder voll mit Anfeindungen aus Politik und Medien“, sagte Bachmann. Er wies darauf hin, daß Pegida friedlich demonstriere, während es bei den linken Gegenprotesten immer wieder zu Gewalt komme.

Vier Verletzte in Leipzig

In der vergangenen Woche war ein Pegida-Anhänger von mutmaßlich linksextremen Tätern angegriffen und schwer verletzt worden. Politiker von Union und SPD hatten Pegida zuletzt mitverantwortlich für rechtsextreme Gewalt gemacht und eine Beobachtung durch den Verfassungsschutz gefordert. SPD-Vize Ralf Stegner beschimpfte die Demonstranten als „Pegidioten“.

Vor allem eine von zahlreichen Medien falsch wiedergegebene Aussage des Buchautors Akif Pirincci hatte für eine Welle der Empörung gesorgt. Der Buchautor hatte satirisch angedeutet, Kritiker der Asylpolitik könnten in Konzentrationslager gesperrt werden. Zahlreiche Buchhändler, darunter auch der Versandhändler Amazon, stoppten den Verkauf all seiner Bücher.

Bei der Kundgebung des Leipziger Pegida-Ablegers wurden am Montag vier Demonstranten verletzt. Nach Angaben der Polizei wurden sie von Vermummten angegriffen und geschlagen. Mehrere Autos in der Nähe der Legida-Kundgebung wurden durch Brandanschläge zerstört. Auch in Dresden brannten drei Wagen. (ho)

Pegida-Demonstration: Vier Verletzte in Leipzig Foto: dpa
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