Offenhausen
Offenhausen: Streit um Grab Foto (unbearbeitet): WJM/Wikimedia mit CC BY-SA 3.0-Lizenz (http://goo.gl/Bvfd7E)

Pfarrerin empört
 

Streit um Soldatengräber in Offenhausen

OFFENHAUSEN. Im bayerischen Offenhausen ist ein Streit über die Pflege eines Grabes für drei Soldaten der Waffen-SS ausgebrochen. Auf deren Grabplatten waren unter anderem SS-Runen und ein Gedicht eingraviert, laut denen sie „süß und ehrenhaft fürs Vaterland“ gestorben seien.

Die SS-Runen wurden mittlerweile auf Druck der örtlichen Pfarrerin, Barbara Meister-Hechtel, und der Stiftung Bayerischer Gedenkstätten entfernt. „Es kann nicht sein, daß auf einem Friedhof der Krieg verherrlicht wird“, sagte Meister-Hechtel nach Angaben der Süddeutschen Zeitung.

Pfarrerin verläßt das Dorf

Auf Gegenliebe stieß das Engagement der Geistlichen gegen das Grab bei den Dorfbewohnern allerdings nicht. Mehrere Zeitungen hatten bereits Anfang Mai berichtet, die Ruhestätte stelle für die Mehrheit der Dorfbewohner kein Problem dar. So äußerte sich auch Bürgermeister Georg Rauh (parteilos). Er hatte vorgeschlagen, die Gräber als „zeitgeschichtliches Denkmal“ zu betrachten.

Mitte Mai kündigte Pfarrerin Meister-Hechtel an, die Stadt wieder zu verlassen. Sie habe „subtile Anfeindungen“ erlebt und halte diese „nervlich nicht mehr aus“. Nun soll auch das Gedicht entfernt werden, berichtet die Süddeutsche Zeitung.

Bei den drei SS-Soldaten handelt es sich um 1945 von den Amerikanern in Kriegsgefangenschaft erschossene 18- und 19jährige junge Männer. (jf)

Offenhausen: Streit um Grab Foto (unbearbeitet): WJM/Wikimedia mit CC BY-SA 3.0-Lizenz (http://goo.gl/Bvfd7E)
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