Linkspartei

Empörung über Boykottaufrufe gegen Bundeswehr

BERLIN. Die Forderung der Linkspartei-Abgeordneten Ulla Jelpke, die Bundeswehr müsse aus Arbeitsagenturen und Jobcentern „rausgeschmissen werden“, ist auf scharfe Kritik gestoßen. CDU-Generalsekretär Peter Tauber nannte die Äußerungen „unerträglich und unverschämt“. Die Soldaten erfüllten wichtige Aufgaben und dienten Deutschland.

„Es kann aber eigentlich nicht überraschen, daß eine ideologieverblendete Alt-Linke, die gerne DDR-Unrecht, Mauerbau und Schießbefehl verteidigt, mit unserer Vorstellung des Staatsbürgers in Uniform nichts anfangen kann“, unterstrich Tauber.

Jelpke: Jobcenter sind „Filialen der Bundeswehr“

Zudem kritisierte er Proteste gegen die Anwesenheit von Jugendoffizieren an Schulen. „Wer das ablehnt, der muß sich fragen, was für ein Verhältnis er zu unserer parlamentarischen Demokratie hat – deren Armee ist nämlich die Bundeswehr“, schrieb Tauber auf seiner Facebook-Seite.

Jelpke hatte im Gespräch mit der Neuen Osnabrücker Zeitung einen Boykott der Bundeswehr in Arbeitsagenturen gefordert: „Die Arbeitsagenturen sollten sich darum bemühen, Arbeitssuchenden einen gut bezahlten und attraktiven Arbeitsplatz zu vermitteln. Wir brauchen zivile Arbeitsplätze und nicht neue Krieger.“ Die Jobcenter seien derzeit „praktisch Filialen der Bundeswehr-Rekrutierer“. (ho)

Peter Tauber: Streit um Bundeswehr in Arbeitsagenturen Foto: picture alliance/Sven Simon

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