AFD Sachsen Wir Frauen brauchen keine Quote!
Oezdemir
Grünen-Chef Cem Özdemir: Probleme der Asylkrise nicht überdramatisieren Foto: picture alliance/dpa

Flüchtlingskrise
 

Grüne: Asylzahlen nicht überdramatisieren

BERLIN. Die Grünen haben vor einer Dramatisierung der Asylkrise gewarnt. Angesichts neuer Zahlen von bis zu 1,5 Millionen Asylsuchende in diesem Jahr kritisierte Grünen-Chef Cem Özdemir, ein Überbietungs-Wettbewerb nütze niemandem. Probleme dürften nicht verharmlost werden, sie dürften aber auch nicht überdramatisiert werden, sagte Özdemir laut Nachrichtenagentur dpa.

Erst zum Tag der Deutschen Einheit hatten die Grünen zu mehr Optimismus in der Asylkrise aufgerufen. „Heute vor 25 Jahren wurden aus DDR-BürgerInnen und BRD-BürgerInnen zusammen ein neues Wir, ein neues gemeinsames Deutschland. Ein Vierteljahrhundert später stehen wir erneut vor der Aufgabe zu einem neuen Wir zusammen zu wachsen. Gemeinsam können wir das schaffen!“, hieß es in einem Aufruf auf Facebook.

Auch Hofreiter warnte vor Panikmache

 

Bereits Ende August hatte der Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, Anton Hofreiter, der Großen Koalition vorgeworfen, mit hohen Asylzahlen Ängste zu schüren. „Diese Angstmache mit den hohen Zahlen halte ich für extrem problematisch“, beklagte Hofreiter. Vielmehr solle die Asylwelle auch als Chance begriffen werden.

Einen Monat zuvor hatte Hofreiter Klagen über die Asylwelle als unberechtigt zurückgewiesen. „Es ist eine Schande für Europa, daß es mit mehreren 100.000 Flüchtlingen solche großen Probleme hat, bei der Wirtschaftskraft und den vielen Menschen, die hier leben“, monierte er. (krk)

Grünen-Chef Cem Özdemir: Probleme der Asylkrise nicht überdramatisieren Foto: picture alliance/dpa
Probeabo JF 2021 Gratis lesen

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat: Unterstützen Sie die JF mit einer Spende.

Der nächste Beitrag

ähnliche Themen
aktuelles