Blaulicht
In Problemvierteln kommt Verstärkung für die Polizeibeamten oft zu spät Foto: picture alliance / Wolfram Steinberg
Ausländerkriminalität

Gewerkschaft fordert mehr Polizeikräfte für Problemviertel

DÜSSELDORF. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat vom nordrhein-westfälischen Innenminister Ralf Jäger (SPD) eine Aufstockung der verfügbaren Polizeikräfte in Großstädten gefordert. Beim Einsatz in Problemvierteln müsse eine Mindeststärke von Polizeimannschaften eingehalten werden, um den Schutz der Beamten zu garantieren.

„Wir dürfen kriminellen Gruppierungen nicht die Straße überlassen, sonst werden ganze Stadtteile weiter abrutschen und mit ihnen die dort lebenden Menschen“, warnte der GdP-Chef von Nordrhein-Westfalen, Arnold Plickert.

Kriminelle Bande greift Dreharbeiten an

Besonderen Grund zur Sorge bereitet Plickert das Vordringen libanesischer Großfamilien. „Für die kriminellen Banden ist es ein Spiel. Sie wissen, daß die Polizei in ihrem Stadtviertel keine Maßnahmen mehr durchsetzen kann, wenn sie nach Angriffen auf einzelne Polizisten nicht sofort fünf bis zehn Streifenwagen zur Verstärkung heranziehen kann.“

Die Befürchtungen des Gewerkschafts-Chefs bestätigten sich am Montag bei einer Massenschlägerei während der Dreharbeiten für die WDR-Sendung „Politiker-WG“ in Duisburg-Marxloh, bei denen zwei Polizisten von fast hundert Köpfe starken Menschenmenge angegriffen wurde. Eine Polizistin wurde dabei niedergeschlagen. Bisher sind zwei Tatverdächtige festgenommen worden, die beide einer libanesischen Großfamilie entstammen. (cop)

In Problemvierteln kommt Verstärkung für die Polizeibeamten oft zu spät Foto: picture alliance / Wolfram Steinberg

Unterstützung

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat: Unterstützen Sie die JF mit einer Spende.

Der nächste Beitrag

ähnliche Themen

aktuelles

CATCODE: Article_Deutschland