Joachim Kuhs
Tornado der Bundeswehr (Archiv)
Tornado der Bundeswehr (Archiv): Aufklärungsmission beschlossen Foto: dpa

Aufklärungsmission
 

Bundeswehr schickt „Tornados“ nach Syrien

BERLIN. Die Große Koalition hat sich auf den Einsatz von „Tornado“-Aufklärungsflugzeugen in Syrien geeinigt. Dies berichtet die Nachrichtenagentur dpa unter Berufung auf Regierungskreise. Im Gespräch seien zudem die Entsendung von Tankflugzeugen sowie einer Fregatte.

Bereits zuvor hatte der verteidigungspolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Henning Otte (CDU), gesagt: „Wir werden nicht nur die Ausbildungsmission im Nordirak stärken, sondern in Syrien unter anderem mit Recce-Aufklärungstornados unser Engagement im Kampf gegen den IS-Terror vorantreiben.“

Keine „Denkverbote“ im Kampf gegen den IS

Otte sprach sich gegen „Denkverbote“ beim Kampf gegen die Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) aus, die derzeit große Teile Syriens und des Iraks kontrolliert und sich auch zu den Terroranschlägen in Paris bekannt hat. „Alle Bitten der Allianz gegen den IS und Frankreichs müssen ergebnisoffen geprüft werden“, betonte der CDU-Politiker.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte Frankreichs Staatspräsident François Hollande am Mittwoch Solidarität zugesagt. „Der Islamische Staat muß mit militärischen Mitteln bekämpft werden“, unterstrich Merkel. Schon am Mittwoch hatte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) die Verstärkung des Bundeswehrkontingents in Mali angekündigt, um die Franzosen dort zu entlasten. Der Bundestag muß den Missionen noch zustimmen. (ho)

Tornado der Bundeswehr (Archiv): Aufklärungsmission beschlossen Foto: dpa
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