Holzkreuz am Tatort:
Holzkreuz am Tatort: Täter in Untersuchungshaft Foto: dpa
Berlin

Bestialischer Mord an Schwangerer löst Entsetzen aus

BERLIN. Der bestialische Mord an einer Schwangeren durch ihren türkischstämmigen Ex-Freund hat in Berlin für Entsetzen gesorgt. „Einer jungen Frau ihr ungeborenes Kind gezielt abzustechen und sie dann noch bei lebendigem Leib zu verbrennen – das ist sadistisch“, sagte die Leiterin der Psychiatrie-Abteilung im Berliner Charité-Krankenhaus, Isabella Heuser.

„Daß man hilflose kleine Kinder und schwangere Frauen nicht tötet, sondern schützt, ist eigentlich in unseren Genen verankert“, betonte Heuser gegenüber dem Tagesspiegel. Die Leiche der 19jährigen Maria P. war am vergangenen Freitag in einem Waldstück von Passanten entdeckt worden.

Bei lebendigem Leib verbrannt

Ein Haftrichter ordnete gegen ihren Ex-Freund Eren T. und einen Komplizen Untersuchungshaft an. Gegen sie wird wegen gemeinschaftlichen Mordes sowie gemeinschaftlichen Schwangerschaftsabbruchs ermittelt. Die Polizei geht von einer Beziehungstat aus. Ob auch der Begriff „Ehre“ dabei eine Rolle spielt, ist noch unklar.

Die Berufsschülerin war seit 2012 mit ihrem mutmaßlichen Mörder zusammen. Obwohl sie für ihn zum Islam konvertierte, wollte die Familie des Mannes sie nicht akzeptieren. Laut Medienberichten sollen sie die junge Frau zu einer Abtreibung gedrängt haben. Entgegen ersten Medienmeldungen hatte das Opfer in der Vergangenheit keine Anzeige wegen Bedrohung gegen den mutmaßlichen Täter gestellt, heißt es von der Staatsanwaltschaft.

Noch am selben Abend stach er in einem Waldstück auf die werdende Mutter ein und verletzte sie schwer. Daraufhin soll er sie mit Benzin übergossen und bei lebendigem Leib verbrannt haben. Am Freitag meldete T. die Frau als vermißt und wurde nach einem Verhör festgenommen. (ho)

Holzkreuz am Tatort: Täter in Untersuchungshaft Foto: dpa

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