Afrikaner vor der ehemaligen Schule: Die Kosten laufen aus dem Ruder Foto: dpa
Besetzte Schule

Berlin-Kreuzberg: 18 Asylbewerber kosten 1,4 Millionen Euro

BERLIN. Ein von Asylbewerbern besetztes Gebäude im Berliner Stadtteil Kreuzberg kostet den Bezirk jährlich über eine Million Euro. Bis Ende des Jahres müssen für die von 18 Afrikanern bewohnte ehemalige Schule etwa 1,4 Millionen Euro eingeplant werden. Pro Asylbewerber sind dies etwa 80.000 Euro.

Vor allem ein vom Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg engagierter Sicherheitsdienst, der Tag und Nacht mit mehreren Mitarbeitern vor Ort ist, treibt die Kosten nach oben. Eine Räumung des Gebäudes ist derzeit wegen eines Urteils des Berliner Verwaltungsgerichtes nicht möglich.

Nach Plänen der grünen Bezirksregierung soll das Haus in ein „internationales Flüchtlingszentrum“ umgebaut werden, wenn die Asylbewerber ausgezogen sind. Bereits im vergangenen Jahr mußte der Bezirk wegen der ausufernden Asylkosten eine Haushaltssperre verhängen.

Drogenhandel und Mord

Das Gebäude hatte sich in den vergangenen zwei Jahren zu einem Kriminalitätsschwerpunkt entwickelt. Immer wieder ermittelte die Polizei wegen Körperverletzungen und Drogenhandel. Auch das Wachpersonal wurde mehrfach angegriffen. Im April 2014 starb ein 40 Jahre alter Mann aus Gambia, nachdem ein 29jähriger Marokkaner ihn mit einem Messer attackiert hatte.

Eine Räumung des Gebäudes wurde im Juni vergangenen Jahres abgebrochen, weil Linksextremisten und Hausbesetzer einen Polizeieinsatz störten. Der Bezirk ging auf die Forderungen der Hausbesetzer ein und sicherte ihnen einen Verbleib in der Schule zu. (ho)

Afrikaner vor der ehemaligen Schule: Die Kosten laufen aus dem Ruder Foto: dpa

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