Markus Krall Freiheit oder Untergang
Bernd Lucke
Bernd Lucke, im Hintergrund Christian Lindner: Kritik an FDP Foto: picture alliance/dpa

Europawahl
 

Lucke kritisiert „Diffamierungskampagne“ der FDP

OSNABRÜCK. Der Vorsitzende der Alternative für Deutschland (AfD), Bernd Lucke, hat der FDP eine „Diffamierungskampagne“ vorgeworfen. Er verwahre sich dagegen, „in einem Atemzug mit rechtsextremen Parteien wie dem Front National von Marine Le Pen genannt zu werden“, sagte Lucke der Neuen Osnabrücker Zeitung.

Hintergrund sind Äußerungen von FDP-Chef Christian Lindner, wonach die AfD auf einer Stufe mit der britischen UKIP von Nigel Farage und dem Front National stehe. „Diese Parteien surfen auf den Sorgen der Menschen vor der Schuldenkrise. Aber sie haben keine Lösungen, die politisch oder ökonomisch verantwortbar wären“, kritisierte Lindner.

Gute Chancen bei Europawahl

Lucke widersprach dem nun. „Ich vermisse da eher bei den Altparteien ein Konzept, wie es mit Europa weitergehen soll.“ Die FDP sehe er als „Konkurrent und Mitbewerber“. Bei der Europawahl im Mai rechnet sich der AfD-Chef gute Chancen aus. „Da bei der Wahl eine Drei-Prozent-Hürde gilt, machen wir uns keinerlei Sorgen.“

Unterdessen ist die AfD auf dem sozialen Netzwerk Facebook zu beliebtesten Partei avanciert. Am Dienstag hatte sie dort mehr als 89.000 „Gefällt-mir“-Klicks. Sie verdrängte damit die Piraten mit etwa 88.000 auf den zweiten Platz. SPD (65.000), CDU (76.000), Grüne (46.000), FDP (26.300) und Linkspartei (54.000) erreichten deutlich weniger Nutzer. (ho)

Bernd Lucke, im Hintergrund Christian Lindner: Kritik an FDP Foto: picture alliance/dpa
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