Strand von Kühlungsborn: Debatte über Zwangsbeschlagnahmungen Foto: dpa
Asylbewerber

Kühlungsborn prüft Beschlagnahme von Ferienwohnungen

KÜHLUNGSBORN. Ferienwohnungen könnten auch gegen den Willen der Eigentümer in Kühlungsborn als Unterkunft für Asylbewerber genutzt werden. Einen entsprechenden Vorschlag brachte der Bürgermeister der Gemeinde in Mecklenburg-Vorpommern, Rainer Karl (parteilos), ins Gespräch.

Zwar sei dies die letzte Möglichkeit, dennoch müsse es bei weiter steigenden Asylbewerberzahlen geprüft werden. „Ich kann den Besitzern die Angst nicht nehmen“, sagte Karl nach Angaben der Ostsee-Zeitung auf einer Einwohnerversammlung. „Wenn man sich auf der Welt umschaut, dann sieht man, daß die Flüchtlingswelle erst begonnen hat.“

Derzeit hat die 7.500-Einwoohner-Gemeinde Platz für 60 Asylbewerber. 39 sind in einem Gästehaus der Arbeiterwohlfahrt untergebracht. Möglich sei bei einer vollen Belegung des Gebäudes auch, Wohncontainer aufzustellen, betonte Karl. Zuletzt hatte der CDU-Bundestagsabgeordnete Martin Patzelt die Deutschen aufgefordert, syrische Bürgerkriegsflüchtlinge bei sich zu Hause aufzunehmen. (ho)

Strand von Kühlungsborn: Debatte über Zwangsbeschlagnahmungen Foto: dpa

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