Demonstrierende Kurden im Hamburger Hauptbahnhof
Demonstrierende Kurden im Hamburger Hauptbahnhof: Schwere Krawalle Foto: dpa

Hamburg
 

Heftige Krawalle zwischen Kurden und Salafisten

HAMBURG. In Hamburg ist es am Dienstagabend zu heftigen Krawallen zwischen Kurden und radikalen Moslems gekommen. „Es gab insgesamt 14 Verletzte“, sagte ein Sprecher der Polizei der JUNGEN FREIHEIT. Sicherheitskräfte seien nicht verletzt worden.

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Nach einer Demonstration gegen die islamistische Terrorgruppe „Islamischer Staat“ hatten sich knapp 400 Kurden unweit einer Moschee versammelt. Ihnen stellten sich etwa gleich viele Salafisten entgegen. Beide Gruppen hatten sich mit Steinen, Flaschen, Messern und Schlagringen attackiert. Die Polizei setzte Wasserwerfer ein, um Kurden und Islamisten zu trennen.

Die Grünen-Abgeordnete in der Hamburger Bürgerschaft, Antje Möller, schrieb auf dem Kurznachrichtendienst Twitter: „Bittere Szenen, Verletzte, immer wieder kleine Gruppen mit Stöcken, Polizei versucht zu trennen.“ Die Deutsche Polizeigewerkschaft sprach von „bürgerkriegsähnlichen Gewaltexzessen“. Der Vorsitzende Rainer Wendt forderte die Abschiebung aller ausländischen Täter.

Auch im niedersächsischen Celle, einer Hochburg der kurdischen Jesiden in Deutschland, kam es erneut zu Auseinandersetzungen zwischen Jesiden und muslimischen Tschetschenen.

Islamisten demonstrieren in Celle:

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Dabei wurden vier Polizisten und fünf Demonstranten verletzt. „Bis spät in den Abend hinein suchten die Gruppen die Auseinandersetzung mit den Andersgläubigen. Mehrfach wurden die eingesetzten Beamten aus beiden Gruppen heraus attackiert, indem man auf die Polizisten zu lief und sie mit Knüppeln, Flaschen und Steinen angriff“, teilte die Celler Polizei mit. Bereits am Montag war es in der Kleinstadt am Rande der Lüneburger Heide zu Ausschreitungen zwischen den beiden Gruppen gekommen. (ho)

Demonstrierende Kurden im Hamburger Hauptbahnhof: Schwere Krawalle Foto: dpa
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