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Asylbewerber in Berlin: Ende September befanden sich 14.027 ausreisepflichtige Ausländer in der Bundeshauptstadt
Asylbewerber in Berlin: Ende September befanden sich 14.027 ausreisepflichtige Ausländer in der Bundeshauptstadt Foto: picture alliance / dpa

Armutseinwanderung
 

Berlin sucht privaten Wohnraum für Asylanten

BERLIN. Das Land Berlin wirbt mit einer Plakataktion um privaten Wohnraum für Asylanten. „Es gibt ein Recht auf Privatsphäre und eine Wohnung, und Flüchtlinge sind besonders schutzbedürftig“, wird die Integrationsbeauftragte des Senats, Monika Lüke, von der Nachrichtenagentur dpa wiedergegeben. Getragen wird die 20.000 Euro teure Aktion auch vom Evangelischen Jugend- und Fürsorgewerk.

Achthundert Plakate mit dem Titel „Vermieten Sie Wohnraum – helfen Sie Flüchtlingen“ fordern die Berliner dazu auf, Räumlichkeiten an Asylanten zu vermieten. Die Miete übernehme das Land Berlin, versprach die Integrationsbeauftrage. Hintergrund ist der dramatisch gestiegene Andrang von Asylbewerbern. Alleine in diesem Jahr rechnet Lüke mit 12.000 weiteren Personen in Berlin.

Um alle Asylbewerber unterzubringen, fehlen in Berlin mehrere hundert Wohnungen, schätzt Lüke. Besonders schwer zu finden seien Wohnungen für größere Familien mit sieben, acht oder neun Mitgliedern. Das Fürsorgewerk vermittelte im Auftrag des Landes bereits Wohnungen für 427 Haushalte beziehungsweise knapp tausend Personen überwiegend aus Syrien, Tschetschenien, Afghanistan und Pakistan. (FA)

Asylbewerber in Berlin: Ende September befanden sich 14.027 ausreisepflichtige Ausländer in der Bundeshauptstadt Foto: picture alliance / dpa
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