Ehrenmal
Schild am Ehrenmal der Bundeswehr „Wald der Erinnerung“ Foto: Bundeswehr/Tessensohn
Gedenkkultur

Ex-Wehrbeauftragter kritisiert Bundeswehr-Ehrenmal

BERLIN. Der frühere Wehrbeauftragte des Bundestags, Reinhard Robbe, hat dem Verteidigungsministerium vorgeworfen, den Gefallenen der Bundeswehr nicht angemessen zu gedenken. Hintergrund ist das Ehrenmal der Bundeswehr „Wald der Erinnerung“, das am Sonnabend bei Potsdam von Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) eingeweiht werden soll.

„Der Standort des ‘Waldes der Erinnerung’ ist beschämend“, kritisierte Robbe gegenüber der Bild-Zeitung. Die Auswahl des Ortes am entlegenen Schwielowsee sei ein weiterer Beleg für eine gefehlte Gedenkkultur in Deutschland, kritisierte der SPD-Politiker. „Statt im Zentrum der Hauptstadt an prominenter Stelle den Ehrenwald zu schaffen, werden die Kriegsopfer ‘versteckt’. Das ist in höchstem Maße unwürdig.“

In der Gedenkstätte „Wald der Erinnerung“ in der Henning-von-Tresckow-Kaserne werden die verschiedenen Ehrenhaine der Bundeswehr aus den Einsatzgebieten zusammengeführt. Laut Verteidigungsministerium ist der Ort „allen Angehörigen der Bundeswehr, die in Folge der Ausübung ihres Dienstes zu Tode gekommen sind, gewidmet“, Er soll zudem das Ehrenmal im Bendlerblock in Berlin ergänzen. (krk)

Schild am Ehrenmal der Bundeswehr „Wald der Erinnerung“ Foto: Bundeswehr/Tessensohn

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