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Streit um Frei.Wild-Konzert in Landshut

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Internetauftritt der Band Frei.Wild Ausschnitt: JF

LANDSHUT. Die Stadt Landshut hält an einem für April geplanten Konzert der Südtiroler Rockband Frei.Wild fest. Es gebe weder seitens der Polizei noch des Verfassungsschutzes Einwände gegen den Auftritt in der Sparkassen-Arena, sagte ein Sprecher der Stadt dem lokalen Wochenblatt. Auch habe sich der Aufsichtsrat der Messe GmbH, der für den Veranstaltungsort zuständig sei, mit acht zu zwei Stimmen für das Konzert am 18. April ausgesprochen.

Zuvor hatte der Grünen-Bundestagsabgeordnete Thomas Gambke den Landshuter Oberbürgermeister Hans Rampf (CSU) in einem Offenen Brief aufgefordert, der Band Frei.Wild keine städtische Bühne zur Verfügung zu stellen. Die Botschaft der „norditalienischen Rockband“ sei „völkisch und nationalistisch geprägt“, kritisierte Gambke. Schließlich besinge die Gruppe das „Heimatland“ als „Herzstück dieser Welt“, auf das „schon unsere Ahnen mächtig stolz“ gewesen sind.

Zwar habe sich Frei.Wild in mehreren Stellungnahmen gegen Rassismus und Extremismus ausgesprochen, doch dies sei wohl eher aus kommerziellen Gründen erfolgt. Die Band sende trotzdem „deutlich nationalistische Botschaften“.

Neue Strategie der „Neo-Nazis“

So sei auf einem Bild in einem Video der Gruppe ein rasierter Hinterkopf zu sehen, der ein Tattoo mit dem Schriftzug „100 %“ trage. Dieser Zahlencode bedeute laut dem Grünen-Bundestagsabgeordneten „100 % arisch“. Dies sei die neue Strategie der „Neo-Nazis“.

Mit scheinbar unverdächtigen Aktionen wollten sie die „Saat für rechtsradikales Gedankengut“ legen und damit die Masse der Jugendlichen erreichen. „Die völkisch-nationalistischen Texte der Lieder von Frei.Wild bereiten das Terrain für rechtsextremes und völkisches Gedankengut in den Köpfen der Jugendlichen“, warnte Gambke. Er appelliere daher an den Oberbürgermeister, der Band Frei.Wild keine städtische Bühne für ihre Aktivitäten zu geben.

In der vergangen Woche war bekannt geworden, daß die Veranstalter des „Echo“-Musikpreises Frei.Wild nach heftiger Kritik linker Gruppen aus der Nominiertenliste entfernt hatten. Man habe damit verhindern wollen, daß der „‘Echo‘ zum Schauplatz einer öffentlichen Debatte um das Thema der politischen Gesinnung“ werde, begründeten die Veranstalter die Entscheidung. (krk)

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