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Parteiwechsel
 

Stephan Werhahn verläßt die Freien Wähler

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Stephan Werhahn: Freie Wähler verlieren ihren Spitzenkandidaten Foto: Freie Wähler

MÜNCHEN. Der Spitzenkandidat der Freien Wähler zur Bundestagswahl, Stephan Werhahn, ist wieder in die CDU eingetreten. Er habe sich den Austritt aus den Freien Wählern nicht leicht gemacht, könne jedoch „die aktuellen Entwicklungen in der Partei nicht mehr mit guten Gewissen mittragen“, sagte der Enkel Konrad Adenauers.

„Diese Entwicklung tut mir besonders für viele Menschen leid, die mich in den letzten Wochen so großartig unterstützt und begleitet haben.“ Von seinem Großvater habe er gelernt, einen eingeschlagenen Weg zu verlassen, der sich als Fehler erwiesen habe. Seit Dienstag ist Werhahn wieder Mitglied der CDU in Baden-Württemberg.

Gegenüber der Nachrichtenagtentur dpa nannte der ehemalige Spitzenkandidat der Freien Wähler drei Gründe für seinen Austritt. Mangelnde Unterstützung durch die Parteispitze, fehlende Bereitschaft von Freie Wähler-Chef Hubert Aiwanger zur Zusammenarbeit mit der neuen eurokritischen Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) und die organisatorische Schwäche der Freien Wähler außerhalb Bayerns.

Werhahn kritisierte immer wieder CDU

Wenn die Freien Wähler und die AfD zur Bundestagswahl antreten, bestehe die Gefahr, daß beide nicht ins Parlament einziehen und so eine rot-grüne Regierung ermöglichten, warnte Werhahn. Dafür stehe er nicht als Steigbügelhalter zur Verfügung.

Der CDU-Landesvorsitzende Thomas Strobl zeigte sich erfreut über den Parteiwechsel „Wir freuen uns über jedes Mitglied, das in unserer CDU mitmachen möchte und seinen Beitritt erklärt. Das gilt selbstverständlich auch und sogar in besonderer Weise für den Enkel Konrad Adenauers, wenn er in die CDU zurückkehrt“, sagte er der Bild-Zeitung.

Der Schritt des Politikers kommt überraschend. Noch vor wenigen Tagen hatte Werhahn mit Blick auf die Bundestagswahl auf seiner Facebook-Seite geschrieben: „Hallo Freie Wähler, wenn wir zusammenstehen und alle Kräfte mobilisieren, sind wir drin.“ Zudem hatte er noch vor zwei Wochen die CDU in der Euro-Frage heftig attackiert. „Viele Wähler verlassen die CDU wegen ihrer chaotischen, widersprüchlichen und falschen Politik bei der ‘Eurorettung’.“ (ho)

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