Elb-Havelberg-Kaserne

Erste Spur nach Brandanschlag auf Bundeswehr

BW
Ausgebrannte Bundeswehrfahrzeuge in der Elb-Havel-Kaserne in Havelberg Foto: picture alliance/dpa

MAGDEBURG. Nach dem Brandanschlag auf eine Bundeswehrkaserne bei Magdeburg geht die Polizei einer konkreten Spur nach. Beamte stellten am Samstagabend auf einem Zeltplatz von Bundeswehrgegnern in der Nähe des Truppenübungsplatzes Altmark ein Fahrzeug sicher, berichtet die Nachrichtenagentur dpa.

Ob es sich dabei um eine „heiße Spur“ handle, sei laut einem Sprecher des Landeskriminalamtes aber noch unklar. Zurzeit werde das Fahrzeug kriminaltechnisch untersucht.

In der Nacht zu Samstag hatten Unbekannte in der Elb-Havelberg-Kaserne bei einem Brandanschlag 16 Bundeswehrfahrzeuge zerstört beziehungsweise stark beschädig, darunter auch Lastwagen und gepanzerte Radfahrzeuge. Der verursachte Schaden soll bei mindestens zehn Millionen Euro liegen.

Weitere Straftaten von linksextremen Bundeswehrgegnern

Die Polizei schloß am Wochenende einen Zusammenhang mit den Protesten gegen den Truppenübungsplatz Altmark nicht aus. „Ein Anschlag dieses Ausmaßes stellt eine bislang in Sachsen-Anhalt nie dagewesene Art der Gewalt gegen die Bundeswehr dar“, sagte ein Polizeisprecher.

Am Wochenende war es laut einer Meldung der Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Nord auch zu weiteren Straftaten auf dem Gelände des Gefechtsübungszentrums der Bundeswehr (GÜZ) gekommen.

„Trotz des Einsatzes von bis zu 600 Polizeibeamten und 360 Bundeswehrsoldaten gelang es den Störern, auf und um das Gelände des GÜZ Farbanschläge zu verüben, den Straßenverkehr zu blockieren sowie Zäune, Verkehrsschilder und Begrenzungseinrichtungen zu beschädigen“, teilte die Polizei mit. Zu den Protesten hatte die linksextreme Gruppe „War starts here“ (Krieg beginnt hier) aufgerufen.

Erst im Juni hatten mutmaßlich linksextreme Täter in Hannover einen Brandanschlag auf die Bundeswehr verübt und dabei zahlreiche Fahrzeuge zerstört. Der Schaden belief sich auf etwa 600.000 Euro. (krk)

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