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Zwickauer Terrorzelle
 

Verfassungsschutzchef Fromm reicht Rücktritt ein

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Verfassungsschutzchef Heinz Fromm hat um seinen Rücktritt gebeten Foto: BfVS

BERLIN. Der Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz, Heinz Fromm, hat Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) um seine Entlassung gebeten. Fromm zog damit offenbar die Konsequenzen aus den Pannen bei den Ermittlungen zur Zwickauer Terrorzelle.

In der vergangenen Woche war bekanntgeworden, daß im Bundesamt für Verfassungsschutz kurz nach der Entdeckung des Zwickauer Trios entscheidende Akten aus deren früherem Umfeld in der rechtsextremen Gruppierung „Thüringer Heimatschutz“ vernichtet worden waren. Innenminister Friedrich hatte Fromm daraufhin aufgefordert, den Vorfall umgehend aufzuklären und ihm darüber zu berichten.

Amt führte absichtlich unvollständige Personenlisten

Im Spiegel gab sich Fromm selbstkritisch: „Nach meinem derzeitigen Erkenntnisstand handelt es sich um einen Vorgang, wie es ihn in meiner Amtszeit bisher nicht gegeben hat.“ Hierdurch sei ein erheblicher Vertrauensverlust und eine gravierende Beschädigung des Ansehens des Amtes eingetreten.

Wie das Magazin zudem berichtet, soll die Behörde Listen mit V-Leuten absichtlich unvollständig geführt haben. In einer Datei seien „aus operativen Gründen“ nicht alle „tatsächlich durchgeführten Werbungsfälle“ eingetragen worden.

Fromm ist seit Juni 2000 Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz. (krk)

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