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Pro Köln
 

Uckermann aus Untersuchungshaft entlassen

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Jörg Uckermann: Kritik an Haftleitung Foto: Pro Köln

KÖLN. Der Pro-Köln-Politiker Jörg Uckermann ist am Donnerstag nach mehr als dreißig Tagen aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm und weiteren Personen der Pro-Bewegung vor, Gelder für nicht stattgefundene Fraktionssitzungen kassiert zu haben. Uckermann habe nach Meinung der Behörden auch versucht, Zeugen zu beeinflussen und war deswegen in Untersuchungshaft gekommen.

Gegenüber der JUNGEN FREIHEIT erhob der Politiker schwere Vorwürfe gegen die Gefängnisleitung. Seine Haftbedingungen hätten von einem „Charakter der Menschenverachtung“ gezeugt, sagte Uckermann. Alle 15 Minuten hätten die Wärter seine Zelle kontrolliert, auch nachts.

Kritik an Haftbedingungen

Zudem kritisierte der Kölner Stadtratsabgeordnte, die Haftanstalt habe die Medien ohne Rücksicht auf sein Persönlichkeitsrecht informiert, er sei angeblich suizidgefährdet. Ein entsprechendes Attest des Psychiaters sei jedoch nicht zutreffend gewesen. Er sei zu keinem Zeitpunkt selbstmordgefährdet gewesen, betonte Uckermann. Die gegen ihn erhobenen Vorwürfe bezeichnete er als „böses und infames Gerede“.

Trotz der noch laufenden Ermittlungen hatte Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger (SPD) die Pro Köln bereits heftig kritisiert. „Die gegen Fraktionsmitglieder von Pro Köln erhobenen Betrugsvorwürfe zeigen einmal mehr, wie skrupellos sich diese Rechtsextremisten den demokratischen Rechtsstaat zur Beute machen wollen.“ Er sei sicher, daß die „geistigen Brandstifter“ nicht einmal davor zurückschreckten, „ihre menschenverachtende und ausländerfeindliche Hetze durch Straftaten zu finanzieren“. (ho)

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