Währungszone
 

Schäffler glaubt nicht mehr an Euro-Austritt Griechenlands

BERLIN. Die Euro-Kritiker aus FDP und CDU haben keine Hoffnung mehr, daß Griechenland aus der gemeinsamen Währungszone austreten wird. Der Finanzexperte der FDP, Frank Schäffler, sagte, er glaube nicht an eine Rückkehr der Griechen zur Drachme. Athen solle mit immer neuen Finanzhilfen im Euro gehalten werden.

„Ich gehe nicht mehr davon aus, daß die Griechen den Euro-Raum verlassen. Obwohl ein Austritt für alle Beteiligten das Beste wäre“, meinte der Bundestagsabgeordnete zur Bild-Zeitung. Die Europäische Zentralbank versuche mit allen Mitteln, Griechenland in der Gemeinschaftswährung zu halten, koste es, was es wolle.

Ähnlich äußerte sich auch der Haushaltspolitiker Klaus-Peter Willsch (CDU): „Ich stelle fest, daß die Debatte um einen Euro-Austritt schon ergebnisoffener geführt wurde. Das Festhalten an Griechenland werte ich als Rückschritt“, kritisierte er gegenüber dem Blatt.

Willsch: „Austritt Griechenlands wäre das Beste“

Er sei allerdings nach wie vor der Ansicht, daß ein Austritt Griechenlands für alle Seiten das Beste wäre. Mit dem Euro sei es für Athen sehr schwer, wettbewerbsfähiger zu werden.

Grund für die Skepsis der Euro-Kritiker ist nicht zuletzt die Ankündigung von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), es werde nicht zu einem Staatsbankrott Griechenlands kommen. Deswegen sei es sinnlos, über einen Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone zu spekulieren.

Er vertraue darauf, daß die griechische Regierung unter Antonis Samaras alles Notwendige tun werde, sagte Schäuble am Sonntag in Singapur. Deutschland werde die Griechen dabei unterstützen. „Wir werden helfen, wann immer wir können“, versicherte der Finanzminister. (krk)

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