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Politische Korrektheit
 

Radiosender entläßt Moderatorin wegen Auschwitz-Zitat

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Eingangstor des Konzentrationslagers Auschwitz Foto: Wikipedia/Muu-karhu mit CC-Lizenz https://bit.ly/7w8Qxp

MÜNCHEN. Der Münchner Radiosender „Gong 96,3“ hat eine Moderatorin entlassen, weil sie in einer Sendung scherzhaft die Losung des Konzentrationslagers Auschwitz zitiert hatte.

Die 39 Jahre alte, freie Mitarbeiterin hatte am letzten Samstag im Juli versucht, diejenigen Hörer, die an diesem Tag arbeiten mußten, mit dem Satz „Arbeit macht frei“ aufzumuntern. Die Parole stand über dem Eingangstor des Konzentrationslagers Auschwitz.

Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Volksverhetzung

Mehrere Hörer beschwerten sich daraufhin beim Sender. Eine 19 Jahre alten Assistentin antwortete einem von ihnen: „Nehmen Sie es doch einfach mit Humor.“ Auch sie wurde deswegen nun entlassen. Zudem wurde bei der Staatsanwaltschaft München I ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf Volksverhetzung eingeleitet.

Der Geschäftsführer des Privatsenders, Georg Dingler, sagte gegenüber der Nachrichtenagentur dpa, beide Frauen hätten zwar ihren Fehler eingesehen, dennoch seien sie entlassen worden. „Die Moderatorin hat sich in diesem Moment wohl überhaupt nichts dabei gedacht. Die Äußerung war raus, es war nichts mehr zu retten.“

Der Rauswurf sei die einzig konsequente Reaktion gewesen, erläuterte Dingler. Schließlich engagiere sich der Sender schon lange gegen Rechts. Dazu stehe man auch. (krk)

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