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80 verletzte Beamte
 

Kurdische Vereine machen Polizei für Krawalle verantwortlich

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Eingang des Veranstaltungsgeländes: Kurden machen Polizei verantwortlich Foto: Youtube/Ausschnitt JF

MANNHEIM. Nach den schweren Ausschreitungen während eines kurdischen Kulturfestivals in Mannheim hat die Föderation Kurdischer Vereine in Deutschland schwere Vorwürfe gegen die Polizei erhoben. „Die Verantwortung für den Ausbruch der Gewalt trägt in erster Linie die Polizei, die in den vergangenen Tagen vor allem kurdische Jugendliche drangsalierte und zu provozieren versuchte“, teilte der Verband am Sonntag mit.

Die Sicherheitskräfte hätten zudem das Konzept der Veranstalter „bewußt sabotiert“. Auch hätte die Polizei verschwiegen, daß bei den Unruhen hundert „Festivalbesucher“ verletzt wurden. Forderungen, etwa von der Gewerkschaft der Polizei, derartige Veranstaltungen künftig zu verbieten, lehnte der Verband strikt ab. „Eine weitere Einschränkung demokratischer Rechte der kurdischen Bevölkerung ist nicht hinzunehmen.“

SPD-Innenminister rechnete nicht mit Kurden-Gewalt

Bei den Kurden-Krawallen waren am Wochenende mehr als 80 Polizisten verletzt worden. Einem von ihnen wurden durch Schläge mit einer Eisenstange mehrere Rippen gebrochen. 13 Polizeifahrzeuge wurden durch Stein- und Flaschenwürfe schwer beschädigt. Insgesamt beteiligten sich mehr als 2.000 Kurden an den Angriffen auf die Polizei.

Die baden-württemberger Landesregierung zeigte sich überrascht von der Gewalt. „Mit solchen Auswüchsen hatte niemand gerechnet und für die Zukunft muß dies Konsequenzen haben“, sagte Innenminister Reinhold Gall (SPD). Allerdings war es bereits im Vorfeld der Veranstaltung zu mehreren Gewaltausbrüchen kurdischer Jugendlicher gekommen. So mußte eine Demonstration am Freitag abgebrochen werden, nachdem die Kurden türkische Passanten attackiert und mit Pflastersteinen beworfen hatten. (ho)

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