Eklat beim Deutschen Engagementpreis

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Logo des Deutschen Engagementpreises: Eklat um angebliche Rechtsextremisten Foto: Bundesfamilienministerium

BERLIN. Bei der Internet-Abstimmung zum Deutschen Engagementpreis 2012 ist es am Wochenende zum Eklat gekommen. Die Interessengemeinschaft „Golzheim aktiv“ hat ihre Kandidatur zum Publikumspreis zurückgezogen, nachdem sie angeblich „Zuspruch aus rechtsextremistischen Kreisen“ erhalten habe. Diese wollten so offenbar einen Sieg des linken Projekts „Storch Heinar“ verhindern. Der Verein mit den meisten Unterstützern in der Abstimmung erhält 10.000 Euro.

Die Initiatoren und Förderer des Preises unterstützen „dieses Zeichen gegen Rechtsextremismus“. Man werde es nicht akzeptieren, daß die Abstimmung von „rechtsextremen Gruppierungen mißbraucht“ wird, betonte Hans Fleisch, Sprecher des Bündnisses für Gemeinnützigkeit, das den Preis vergibt. Mit der Verleihung sollen „engagierte Personen und beeindruckende Projekte sichtbar“ gemacht werden, die sich für eine „Anerkennungskultur“ und „freiwilliges Engagement in Deutschland“ einsetzen. Finanziert wird der Preis unter anderem mit Mitteln aus dem Haushalt des Familienministeriums.

Derzeit führt „Storch Heinar“, das sich nach eigenen Angaben satirisch mit der Kleidungsmarke Thor Steiner auseinandersetzt, mit 4.000 Stimmen vor dem „Do it!“-Projekt (1.518 Stimmen), mit dem ehrenamtliche Vormundschaften für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge organisiert werden. An dritter Stelle liegt die „Dialogue Social Enterprise“ (946 Stimmen), die sich für eine bessere Integration von Blinden stark macht. (ho)

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