Markus Krall Freiheit oder Untergang
Antifacamp

Dortmund
 

CDU warnt vor linksextremem Antifacamp

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Linksextremisten rufen für August zu einem „Antifacamp“ in Dortmund auf Foto: JF

DORTMUND. Die CDU hat sich dafür ausgesprochen, ein für August angekündigtes linksextremes Antifacamp in Dortmund zu verbieten. Das Zeltlager der Linksextremisten bereite „den Boden für Eskalationen und birgt die Gefahr von Gewalt und anderen Rechtsverstößen“, warnte der Vorsitzende der Dorstfelder CDU, Wilhelm Schulte-Coerne, gegenüber den Ruhrnachrichten.

„Es darf nicht passieren, daß Dorstfeld zum Schauplatz von Auseinandersetzungen zwischen Rechts- und Linksradikalen wird. Genau das aber wird von den Veranstaltern des Camps in Kauf genommen.“ Der CDU-Politiker forderte die Stadt Dortmund daher auf, das Antifacamp mit allen zur Verfügung stehenden Rechtsmitteln zu verhindern.

Verfasungsschutz beobachtet Antifacamp

Hintergrund ist das „bundesweite Antifacamp“ verschiedener linksextremer Antifa-Gruppen, das vom 24. August bis zum 2. September in Dortmund stattfinden soll. Dieses richtet sich auch gegen eine für den 1. September geplante Demonstration von Rechtsextremisten – den sogenannten „nationalen Antikriegstag“.

Die „Neonazis“ sollten „unter Druck“ gesetzt und ihr „Aufmarsch“ gestört werden, kündigten die Veranstalter des Antifacamps an. „Wir suchen nicht die physische Eskalation. Wir wollen uns nicht auf Teufel komm raus mit der Polizei oder mit Nazis prügeln“, sagte eine anonyme Sprecherin der Antifa den Ruhrnachrichten. Allerdings rechne sie mit rechtsextremen Angriffen auf das Zeltlager. Hierauf sei man aber vorbereitet.

Der Verfassungsschutz Nordrhein-Westfalen ist über das Antifacamp informiert und beobachtet das linksextreme Zeltlager: „Wir haben die Veranstaltung im Blick“, sagte eine Sprecherin der Behörde auf Anfrage der JUNGEN FREIHEIT.

Polizei ist vorbereitet

Die Polizei Dortmund bereitet sich ebenfalls auf das Treffen der Linksextremisten vor. „Wir sind in einschlägigen Internetforen auf die Ankündigungen gestoßen“, erklärte ein Sprecher gegenüber JF. Derzeit sei aber noch unklar, was die Beamten genau erwarte. „Wir sind auf alles vorbereitet und sammeln derzeit Informationen.“

Dazu habe man sich auch mit der Kölner Polizei ausgetauscht. 2003 hatten Linksextremisten in der Domstadt ein solches Zeltlager veranstaltet. „Wir hoffen, daß das bei uns nicht so abläuft“, sagte der Polizeisprecher. Damals war es in Köln zu Ausschreitungen, Plünderungen und Übergriffen auf die Polizei gekommen. (krk)

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