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Betreuungsgeld: Katholischer Bischof attackiert Caritas

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Gregor Maria Hanke: Kritik an der Caritas Foto: Bistum Eichstätt

EICHSTÄTT. Der Bischof von Eichstätt, Gregor Maria Hanke, hat die Caritas für ihre Ablehnung des Betreuungsgeldes scharf kritisiert. „Ich finde es beschämend, daß ausgerechnet ein Verband der römisch-katholischen Kirche sich gegen eine wie auch immer geartete Anerkennung und damit Hochschätzung elterlicher Erziehungsleistungen ausspricht“, schrieb Hanke nach einem Bericht der Bild-Zeitung an Caritas-Präsident Peter Neher.

Der Bischof forderte die Caritas auf, unbedingt den Eindruck zu vermeiden, sie stelle ihr ökonomisches Interesse als Träger von Kindertagesstätten über das Wohl der Kinder. Die katholische Wohlfahrtsorganisation hatte das von der Bundesregierung beschlossene Betreuungsgeld, mit dem Eltern, die ihre Kleinkinder zuhause erziehen eine finanzielle Anerkennung erhalten sollen, immer wieder abgelehnt.

Caritas betreibt zahlreiche Kinderkrippen

„Viel wichtiger als endlose Debatten zur Einführung einer familienpolitisch zweifelhaften Leistung ist die Konzentration auf den Ausbau der Betreuung für unter 3jährigen“, hob Neher Ende Mai hervor. Das Betreuungsgeld sei „sozial ungerecht“ und unterstütze nicht die Wahlfreiheit der Familien. Die Caritas unterhält in Deutschland 25.000 Einrichtungen. Darunter auch zahlreiche Kindertagesstätten. Finanziert werden diese vor allem aus öffentlichen Mitteln.

Nachdem die Opposition eine erste Lesung des Betreuungsgeld-Gesetzes durch ihre Weigerung, an der Parlamentssitzung teilzunehmen, verhindert hatte, soll das Vorhaben nun nach der Sommerpause des Bundestages abgestimmt werden. (ho)

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