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Masseneinwanderung
 

Asylzahlen steigen 2012 deutlich an

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Demonstration gegen Abschiebungen: Aslyzahlen weiter gestiegen Foto: Flickr/Julia Seeliger mit CC BY 2.0 Lizenz

BERLIN. Die Zahl der Asylbewerber ist von Anfang Januar bis Ende April 2012 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich gestiegen. Laut dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge beantragten von Januar bis April 2012 15.482 Personen erstmals Asyl in Deutschland. Dies sind 11,6 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2011.

Auch die Zahl der Folgeanträge stieg im bisherigen Jahr gegenüber dem Vorjahreswert (1.964 Folgeanträge) um 61,3 Prozent auf 3.168 Anträge. 2012 gingen bisher insgesamt 18.650 Asylanträge ein, 2011 waren es im Vergleichszeitraum nur 15.832 Asylanträge. Die meisten Asylbewerber kamen 2012 aus muslimisch geprägten Ländern wie Afghanistan (2.404), Irak (1.701), Iran (1.221), Pakistan (1.038), Syrien (850) und vom Balkan, inbesondere aus Serbien (1.562).

Trend zu steigenden Zahlen hält an

Von den in diesem Jahr bearbeiteten Asylbewerberanträgen wurden 49,1 Prozent abgelehnt, nur ein Prozent wurde als asylberechtigt gemäß Artikel 16a des Grundgesetzes anerkannt. 16 Prozent der Asylbewerber erhielten im bisherigen Jahr Flüchtlingsschutz, für mehr als 10,6 Prozent erließ das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge Abschiebeverbote. Über 35.519 Asylgesuche hat das Amt Ende April 2012 noch nicht entschieden.

Der Trend zu steigenden Asylbewerberzahlen hält damit ungebrochen an. Bereits 2011 war der höchste Stand seit acht Jahren erreicht worden. Insgesamt nahm die Zahl der Asylsuchenden 2011 gegenüber dem Vorjahr um 11 Prozent zu. (cs)

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