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Integration
 

SPD fordert dynamische Einwanderungesellschaft

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Am Dönerspieß: „Türkisches Essen ist längst Teil unserer deutschen Eßkultur“ (SPD-Präsidium) Foto: RG

BERLIN. Die SPD will Deutschland zu einer dynamischen Einwanderungsgesellschaft weiterentwickeln. „Dazu müssen wir noch stärker als bisher eine Kultur der Anerkennung und Gleichberechtigung in unserem Land verwirklichen“, heißt es in einem Beschluß des SPD-Präsidiums.

Die Sozialdemokraten nahmen den 50. Jahrestag des deutsch-türkischen Anwerbeankommens zum Anlaß, ihre Forderung nach einer Abkehr von der Optionspflicht bei der doppelten Staatsbürgerschaft zu erneuern. „Zu einer Kultur der Anerkennung gehört dazu, daß niemand gezwungen ist, sich zwischen seinen Identitäten zu entscheiden und die eine für die andere aufzugeben“, so die SPD-Führung.

Erfolgreiche Integration in Betriebsräte

Zugleich stellten die Sozialdemokraten die Arbeitsleistung der ersten türkischen Einwanderergeneration heraus. Ihre harten Tätigkeiten in der Industrie, auf dem Bau und in den Bergwerken hätten dazu beigetragen, daß Deutschland wirtschaftlich wieder auf die Beine und zu neuem Wohlstand gekommen sei.

Erste konkrete Integrationserfolge konnten aus Sicht der SPD die deutschen Gewerkschaften vorweisen, die viele Türken in die Gewerkschafts- und Betriebsratsarbeit einbezogen. Mit den heute drei Millionen türkischstämmigen Menschen sei eine Vielfalt in unser Land eingezogen, die Deutschland gut tue. Deutschland sei in den fünf Jahrzehnten der Masseneinwanderung „weltoffener, wirtschaftlich leistungsfähiger und kulturell reicher“ geworden. (cs)

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