Hamburg plant Erlebnispädagogik für jugendliche Intensivtäter

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Sozialsenator Dietrich Wersich wünscht sich die Erlebnispädagogik zurück Foto: Hamburger Senat

HAMBURG. Hamburgs Sozialsenator Dietrich Wersich (CDU) hat sich für die Wiedereinführung der sogenannten Erlebnispädagogik im Jugendstrafvollzug ausgesprochen. „Es geht nicht um Lustreisen“, beteuerte Wersich gegenüber der Hamburger Morgenpost. Ziel müsse es sein, strafällige Jugendliche aus ihrem Umfeld holen, um sie überhaupt zu erreichen.

Als Beispiel nannte der Senator den sechzehnjährige Afghane Elias A., der vor drei Monaten einen Neunzehnjährigen ermordet hatte.  Elias A. war bereits vor der Tat als Intensivtäter aktenkundig.

„Wir brauchen pädagogische Angebote, um junge Täter aus ihrem Milieu zu holen“, stellte Wersich dazu fest. Pikant ist, daß die CDU in der Vergangenheit die Erlebnispädagogik, bei der Jugendliche beispielsweise auf Reisen ins Ausland geschickt werden, massiv kritisiert und als Belohnung für Straftaten kritisiert hatte. Entsprechend waren entsprechende Angebote während der Koalition der CDU mit der Schill-Partei abgeschafft worden. (FA)

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