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Integration
 

CDU-Politiker kritisieren Staatsangehörigkeitsrecht

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Deutscher Reisepaß: bald eine Staatsbürgerschaft unter vielen? Foto: Pixelio/Stromie

BERLIN. Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer (CDU), hat das sogenannte Optionsmodell des deutschen Staatsbürgerrechts als zu kompliziert kritisiert.

„Häufig verstehen die betroffenen Jugendlichen die komplizierten Details nicht“, daher müsse man das Verfahren vereinfachen, sagte sie dem Hamburger Abendblatt. Bisher müssen sich die Kinder von Ausländern zwischen dem 18. und 23. Lebensjahr für die deutsche oder die Staatsbürgerschaft der Eltern entscheiden.

Optionsmodell sei für Ausländerkinder „regelrechte Geißel“

Noch weiter geht Hamburgs CDU-Bürgermeister Ole von Beust, der das Optionsmodell ganz abschaffen und damit die doppelte Staatsbürgerschaft legalisieren will. Beifall erhält er dafür von den Grünen, welche die doppelte Staatsbürgerschaft als einen Schritt für eine weitere Ausweitung der Staatsbürgerschaftsvergabe betrachten.

Parteichef Cem Özdemir sagte dem Hamburger Abendblatt, daß von Beust mit seiner Kritik völlig recht habe: „Wir müssen schleunigst den Optionszwang beenden, der für viele junge Menschen mit Migrationshintergrund zu einer regelrechten Geißel geworden ist.“ Gerade in einem „zusammenwachsenden Europa“ sei das Verbot „wirklich Gedankengut aus dem vergangenen Jahrtausend“. (FA)

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