Homosexuellen-Parade

Berlin: CDU-Politiker kritisiert Hissen der Regenbogenflagge

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Regenbogenflagge auf dem Christopher-Street-Day in Köln 2004 Foto: Wikipedia/Superbass

BERLIN. Die Anordnung des Berliner Polizeipräsidenten Dieter Glietsch, während des Christopher-Street-Day die Regenbogenflagge am Polizeipräsidium hissen zu lassen, ist bei der CDU auf Kritik gestoßen.

„Wenn der Polizeipräsident keine anderen Sorgen hat, scheint in der Stadt ja alles in Ordnung zu sein“, sagte der innenpolitische Sprecher der CDU im Berliner Abgeordnetenhaus, Robbin Juhnke, der JUNGEN FREIHEIT. Die Anordnung sei einfach nur „albern“.

Es gebe in Berlin jedes Jahr Hunderte Veranstaltungen, die von der Bedeutung her mit der Homosexuellenparade vergleichbar seien – von der Grünen Woche bis zur Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung –, doch niemand käme deswegen auf die Idee, eine entsprechende Flagge am Polizeipräsidium der Hauptstadt aufzuziehen. „Dann könnte man ja auch bei jedem Spiel von Hertha BSC die Vereinsflagge hissen“, sagte Juhnke.

„Gefälligkeit für Wowereit“

Offenbar wolle man aber auf der „Gutmenschlichkeitswelle“ mitschwimmen. Es sei allerdings auch nicht auszuschließen, daß Glietsch mit der Anordnung dem Regierenden Bürgermeister der Stadt, Klaus Wowereit (SPD), eine Gefälligkeit habe erweisen wollen, mutmaßte der CDU-Politiker.

Eine Sprecherin der Polizei hatte zuvor der JF bestätigt, daß Polizeipräsident Glietsch angeordnet habe, am 19. Juni anläßlich des Christopher-Street-Day die Regenbogenflagge am Berliner Polizeipräsidium in Tempelhof zu hissen. Die Fahne gilt als Symbol der Homosexuellenbewegung. Zuvor hatte die Berliner Senatsverwaltung für Inneres eine entsprechende Genehmigung für alle Berliner Behörden erteilt. (krk) 

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