Wirtschaftsminister für Umbenennung von „rassistischem“ Getränk

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Unbedenkliche Variante: Weizenbier ohne irgendwelche Zusätze Foto: Wikipedia/Trexer

MÜNCHEN. Der bayerische Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) will die Bezeichnung „Neger“ für ein Cola-Weißbier-Mischgetränk in der Gastronomie unterbinden. Nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung (SZ) hat sich der FDP-Politiker in einem Schreiben an den bayerischen Hotel- und Gaststättenverband gewandt und dessen Präsident Siegfried Gallus aufgefordert, die Gastronomen für die „rassistische“ Getränkebezeichnung zu sensibilisieren.

Der Begriff solle von den Getränkekarten gestrichen werden. Gallus zeigte für Zeils anliegen Verständnis: „Wir werden die Gastronomen bitten, das Getränk Cola-Weiße zu nennen“, sagte er der SZ.

„Diesel“ oder „Cola-Weizen“

Der stellvertretende Ministerpräsident Zeil ging jedoch noch einen Schritt weiter und bat Justizministerin Beate Merk (CSU), zu prüfen, ob „eine generelle Verbannung des Begriffs aus dem öffentlichen Raum“ möglich sei.

Hintergrund der Angelegenheit ist eine Initiative des Arbeitskreises Panafrikanismus München. Dieser hatte sich darüber beklagt, daß zahlreiche bayerische Gastwirte auf ihren Getränkekarten noch immer das Wort „Neger“ für das Mischgetränk verwenden würden, während man anderen Bundesländern längst neutrale Begriffe wie beispielsweise „Diesel“ oder „Cola-Weizen“ gefunden habe. (krk)

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