Markus Krall Freiheit oder Untergang
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Afghanistan
 

Wehrbeauftragter fordert mehr Mitgefühl für deutsche Soldaten

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Bundeswehrsoldaten auf Patrouille in Afghanistan Foto: JF

SAARBRÜCKEN. Der Wehrbeauftragte des Bundestages, Reinhold Robbe (SPD), hat die mangelnde Anerkennung für die in Afghanistan eingesetzten deutschen Soldaten beklagt.

Die Bundeswehr stehe derzeit beinahe täglich in schweren Gefechten, bei denen die Soldaten mit Tod und schweren Verwundungen konfrontiert würden, sagte Robbe der Saarbrücker Zeitung. „Deswegen, und weil sie vom deutschen Bundestag dorthin geschickt wurden, erwarten sie mehr Empathie von den Mitbürgern in Deutschland.“

Er vermisse vor allem die Befürwortung durch die intellektuelle Schicht, kritisierte der Politiker. „Zum Beispiel die ganze intellektuelle Welt. Sie hat sich in den 60 Jahren Bundesrepublik so gut wie gar nicht um die Bundeswehr gekümmert.“

Kritik an Forderungen nach sofortigem Abzug aus Afghanistan

Zwar könne er dies aus der Geschichte heraus verstehen, jedoch handle es sich bei der Bundeswehr um eine demokratische Armee, die nichts mit der Wehmacht gemeinsam habe.

Kritik äußerte der Wehrbeauftragte auch an seiner Ansicht nach populistische Forderungen nach einem sofortigen Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan. Viele deutsche Soldaten seien bereits mehrfach am Hindukusch im Einsatz gewesen und hätten die positiven Veränderungen wahrgenommen, sagte Robbe.

Dies empfänden sie als Erfolg, für den ein Blutzoll gezahlt worden sei. „Da sind sie gegenüber demagogischen Äußerungen verständlicherweise sehr empfindlich.“ (krk)

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