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„Kampf gegen Rechts"
 

Verdi ruft zum Boykott von Amazon auf

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Der Online-Versandhandel Amazon hat Ärger mit der Gewerkschaft

REGENSBURG. Der Oberpfälzer Landesverband der Gewerkschaft Verdi hat zu einem Boykott des Online-Versandhandels „Amazon“ aufgefordert. Hintergrund ist die Tatsache, daß Deutschlands größter Bücherversand auch Titel aus dem NPD-Verlag Deutsche Stimme anbietet.

„Ich habe Amazon angeschrieben und gefordert, daß die Bücher aus dem Sortiment genommen werden“, empörte sich Bezirkschef Manfred Hellwig gegenüber dem Internetportal Regensburg digital.

Bisher lehnte Amazon allerdings ein politisches Bekenntnis ab. „Amazon vertreibt weder indizierte noch verbotene Titel. Unser Ziel ist es, unseren Kunden die größtmögliche Auswahl an verschiedenen Titeln bereitzustellen“, heißt es in einer standardmäßigen Antwort. Dazu gehöre auch, daß man mit den Meinungen der angebotenen Bücher nicht sympathisieren müsse. Ein „erschreckendes Verhalten“ nennt dies der Gewerkschaftsfunktionär.

Auch linksextremistische Literatur im Programm

Auslöser für die Kampagne dürfte ein Artikel in der taz gewesen sein, der Anfang des Jahres auf das Buchprogramm der Deutschen Stimme bei Amazon aufmerksam machte: „Unter den 29 Büchern finden sich Titel wie ‚Soldaten wie andere auch: Der Weg der Waffen-SS’ oder ‚Polen – nicht nur Opfer: Die Verschwörung des Verschweigens’.“

Allerdings wird sowohl im taz-Artikel wie im Boykott-Aufruf nicht erwähnt, daß man über den Online-Versandhändler auch Literatur vom linken Rand beziehen kann. So wird beispielsweise über Amazon auch das Buch „Freilassung für die politischen Gefangenen der RAF“ der linksextremen Organisation Rote Hilfe angeboten. (FA)

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