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Klagen von Asylbewerbern häufig erfolgreich

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Asylanten klagen gegen Entscheidungen der Behörden Foto: Pixelio/Gerd Altmann

BERLIN. Ausländer haben im vergangenen Jahr in 5.447 Fällen gegen die Aufhebung ihres Asylstatus geklagt. Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linkspartei hervor. Demnach wurde in 1.735 Fällen die Aufhebung des Asylstatus durch die Behörden bestätigt. In 941 Fällen wurde die Aufhebung widerrufen.

Die größte Gruppe der Asylantragsteller stammt aus der Türkei. Insgesamt 2.331 Verfahren kamen 2008 zum Abschluß. In 1.118 Fällen wurde der Antrag auf Asyl erneut abgelehnt. In 578 Fällen wurde dem Asylgesuch stattgegeben. 635 Mal hatten sich die Verfahren formell erledigt.

Türkei und Irak stellen größte Klägergruppen

Rund die Hälfte der Verfahren wurde aus formalen Gründen wie Ausreise, Rücknahme der Klage oder Einbürgerung eingestellt. Dabei fällt der größte Teil auf Asylantragsteller aus dem Irak. Bei 1.888 Entscheidungen wurden gleich 1.675 formell erledigt, in 252 Entscheidungen bestätigten die Gerichte die Aufhebung des Asylstatus, und in 60 Fällen hoben sie den Beschluß der Ausländerbehörden auf.

Neben der Türkei und dem Irak stellten Asylantragsteller aus Togo, Afghanistan und Serbien die größten Klägergruppen dar. Zum Jahreswechsel waren noch rund 4.800 Gerichtsverfahren anhängig. Rund zwei Drittel der Kläger stammten aus der Türkei. (FA)

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