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Verostung

Geht die Frankfurter Allgemeine Zeitung nun auf einen Merkel-kritischen Kurs? Am Sonntag vor einer Woche erschienen ein Kommentar, der ihr vorwarf, nicht in der CDU verwurzelt zu sein, und ein „Debattenaufsatz“ über die zunehmende „Verostung“ unseres Vaterlandes von Maxim Biller. Das war mal Zeit. Wenige Tage vorher hatte die FDJisierung der CDU einen neuen Höhepunkt erreicht. Anläßlich des Weltfrauentags hatte der Oberkomsomolze Ronald Pofalla verkündet: „Der Weltfrauentag ermahnt uns dazu, diesen Weg engagiert weiterzugehen.“ Die CDU ist jetzt also für den Weltfrauentag. Das ist so, als würde sich der Porsche-Chef für Tempo 100 auf der Autobahn aussprechen. Denn erstens ist die Gleichstellung im Grundgesetz längst geregelt. Und zweitens handelt es sich beim Frauentag um ein marxistisches Propagandaspielzeug, erdacht von Clara Zetkin und eingeführt von Lenin. Im Westen war das ein absolutes Nicht-Ereignis. Wahrscheinlich wissen Merkel (zu ostig) und Pofalla (zu jung) das nicht und verbreiten deswegen solchen Unsinn. Die FAZ schon. Endlich regt sich einmal Widerstand in der bürgerlichen Presse.

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