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Brandanschläge: LKA-Chef gibt Fahrzeughaltern Mitschuld

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Krisengebiet für Autobesitzer: Der Berliner Stadtteil Friedrichshain Foto: JF

BERLIN. Der Leiter des Berliner Landeskriminalamtes (LKA), Peter-Michael Haeberer, hat Besitzer teurer Autos indirekt dafür mitverantwortlich gemacht, daß ihre Fahrzeuge von Linksextremisten angezündet werden. Auf einer Sitzung des Innenausschusses des Berliner Abgeordnetenhauses sagte Haeberer:

„Würde ich meiner Frau einen Brillantring kaufen und sie würde ihn unter einer Laterne liegen lassen, würde ich mich auch wundern.“ Eine Anspielung darauf, daß der Großteil der Brandanschläge auf Fahrzeuge im links-alternativen Stadtteil Friedrichshain zu verzeichnen ist.

„Umkehr der Verbrecherlogik“

CDU-Fraktionschef Frank Henkel bezeichnete Haeberers Äußerungen als unerträglich: „Mit solchen dummen Aussagen werden Opfer zu Tätern gemacht.“ Wer so etwas sage, müsse sich fragen lassen, auf welcher Seite des Gesetzes er stehe. „Es ist die Umkehr der Verbrecherlogik.“

Daß die Berliner Polizeiführung im Zusammenhang mit der Serie von Brandanschlägen auf Fahrzeuge für einen Skandal sorgt, ist nicht das erste Mal. Bereits im vergangenen Jahr hatte Polizeipräsident Dieter Glietsch Porschefahrern geraten, ihren Wagen nachts nicht in Kreuzberg auf der Straße zu parken. (krk)

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