Berliner Polizeipräsident erläßt Kleiderordnung für Zivilfahnder

Lonsdale
Logo der Kleidungsmarke Lonsdale: Für Berliner Polizisten künftig tabu

BERLIN. Der Berliner Polizeipräsident Dieter Glietsch hat seinen Beamten das Tragen mehrerer Kleidungsmarken im Dienst verboten. Nach einem Bericht der Welt wird das Verbot der Marken, darunter Thor Steinar, Lonsdale, Fred Perry, Ben Sherman und Troublemaker, in einem internen Papier damit begründet, daß diese von Personen der rechten Szene als Erkennungszeichen getragen würden.

Davon betroffen sind hauptsächlich Zivilfahnder. Laut dem Papier könnten rechtsradikale, rechtsextremistische, fremdenfeindliche oder antisemitische Gesinnungen in einer Institution wie der Berliner Polizei nicht geduldet werden. Gerade die Polizei müsse sich auf diesem Gebiet sehr sensibel verhalten.

Anweisung stößt auf Kritik

Das Verbot soll aber nicht überall auf Zustimmung stoßen. So sollen Zivilfahnder laut der Welt mit Kopfschütteln auf die Anordnung reagiert haben. Auch der Vorsitzende des Polizeiarbeitskreises der CDU, Peter Trapp, kritisierte Glietschs Entscheidung: „Ich frage mich, wie die Anweisung erweitert werden soll, wenn Rechtsextremisten in einem Jahr Adidas, Puma oder Nike tragen?“

Erst im November handelte sich ein Zivilfahnder der Berliner Polizei ein Disziplinarverfahren ein, weil er während einer Demonstration unter seine Jacke einen Pullover der Marke Thor Steinar getragen hatte.(krk)

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