Volksparteien verlieren weiter an Mitgliedern

SPD-Wahlplakat
SPD-Wahlplakat aus der Anfangszeit der Bundesrepublik. Sind die Zeiten der Massenpartei gezählt? Foto: Flickr/Nagell

BERLIN. Immer mehr Mitglieder kehren den beiden Volksparteien CDU und SPD den Rücken zu. Seit Jahresbeginn bis zum November verlor die CDU rund sechseinhalbtausend Mitglieder. Noch drastischer zeigt sich die Entwicklung bei der SPD. Hier betrug der Mitgliederschwund mehr als 17.000 Personen. Schon im Juni hatte die CDU die SPD als mitgliederstärkste Partei überholt. Derzeit zählt sie 530.194, die SPD 522.688 Anhänger. Auch die CSU verlor rund tausend Miglieder und zählt derzeit etwa 165.000 Mitglieder.

Einen leichten Zugewinn verzeichneten dagegen die kleineren Parteien. Den spektakulärsten Zuwachs erzielte die Linkspartei, die mit 5.000 neuen Mitgliedern nun rund 76.000 Anhänger hat. Die Liberalen wuchsen um 2.000 Personen auf 66.000 Mitglieder, die Grünen stagnierten bei 800 Neuzugängen und nun 45.100 Parteiangehörigen. Insgesamt sind wesentlich mehr Menschen aus Parteien aus- als in sie eingetreten.

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