Verschleppte Deutsche erhalten finanzielle Unterstützung

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CDU-Politiker Arnold Vaatz Foto: Bundestag

BERLIN. Deutsche, die nach dem Zweiten Weltkrieg aus den deutschen Ostgebieten verschleppt worden sind, können künftig mit Geld vom Staat rechnen.

Nachdem für die Opfer politischer Verfolgung in der ehemaligen DDR die sogenannten Opferpensionen und für die ostdeutschen Kriegsheimkehrer und -gefangenen eine Entschädigung eingeführt  wurde, werde jetzt die Unterstützungsleistung für die Zivilinternierten und -deportierten verbessert, kündigte der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Fraktion, Arnold Vaatz (CDU), an.

Künftig sollen auch solche Personen mehr Unterstützungsleistungen bekommen, die aus den deutschen Ostgebieten aus politischen Gründen verschleppt oder dort in Gewahrsam gehalten wurden und als politische Häftlinge anerkannt sind.

Entschädigung ist abhängig vom Einkommen

„Darüber hinaus erhalten unter den gleichen Voraussetzungen auch solche deutschstämmigen Personen Unterstützungsleistungen, die in den Siedlungsgebieten außerhalb des Reichsgebietes in den Grenzen von 1937 lebten“, sagte Vaatz.

Betroffene erhalten den Plänen zufolge beim ersten Antrag eine Unterstützung von 2.000 Euro und bei einem Gewahrsam von mehr als einem Jahr weitere 500 Euro.

Voraussetzung für eine Zahlung ist jedoch, daß das Einkommen des Betroffenen bei Alleinstehenden 950 Euro und bei Verheirateten 1.300 Euro nicht übersteigt.

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